Das Arbeitszeugnis gilt als einer der wichtigsten Eignungsnachweise für den Arbeitnehmer und seine weitere Berufslaufbahn. Hierin wird nämlich die berufliche Erfahrung, die Leistungsbereitschaft und das Sozialverhalten des Bewerbers dokumentiert.  Im Gegensatz zu schulischen Abschlusszeugnissen besitzen Arbeitszeugnisse eine weitaus größere Aussagekraft, weil hier eine Bewertung nicht auf Basis von Zahlen erfolgt und der Zeugnisaussteller in seiner Formulierung weitgehend frei ist, was ihm viel Beutreilungsspielraum lässt. Das Arbeitszeugnis ist somit das grundsätzlich wertvollste Papier für den Personalentscheider. Je nach Qualität des Arbeitszeugnisses kann es das berufliche Fortkommen erleichtern oder auch erschweren

 

Daher kann es sinnvoll sein, sich eingehend mit der Zeugnissprache zu befassen. Denn in Arbeitszeugnissen kommen sprachlichen Feinheiten zur Anwendung, die ohne Vorkenntnisse sogar missverstanden werden können. Daher sollte jeder Arbeitnehmer in der Lage sein, sein Arbeitszeugnis zu verstehen, um in Vorstellungsgesprächen auf diesebezügliche Fragen reagieren zu können sowie Einfluss auf den Inhalt des Zeugnisses nehmen zu können. Dieser Einfluss kann von der Einforderung der Zeugnisart, über Formulierungs- und Korrekturvorschläge bis hin zum Entwurf des Zeugnisses ganz aus eigener Hand reichen.  Oft wissen Arbeitgeber auch gar nicht , was Ihre Arbeitnehmer leisten/ geleistet haben und nicht jeder Arbeitgeber ist mit der Zeugnissprache vertraut, so dass er womöglich unbeabsichtigt Formulierungen wählt, die den Arbeitnehmer in einem schlechten Licht erscheinen lassen.

Die Arbeitszeugnis-Thematik ist jedoch verhältnismäßig komplex. Die Rechtsprechung befasst sich kontinuierlich mit inhaltlichen wie formellen Streitpunkten und manch ein Unternehmen hat ganze Personalabteilungen eingerichtet, um "rechtssichere” Arbeitszeugnisse zu erstellen.

Arbeitszeugnis Bedeutung